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Von American Pizza bis zu Cannoli


Von American Pizza bis zu Cannoli von Alina Zeller

Der amerikanische „Melting pot“ ist wohl den meisten Erwachsenen ein Begriff, doch die Bezeichnungen „American Pizza“ oder „American Salad“ werden wohl weniger oft verwendet. Für mich waren Sie definitiv unbekannt, bis meine Professorin der „American Literary History“ am Anfang meines Bachelors damit ihre Vorlesung eröffnete. Eigentlich ging es damals um Synonyme für die US Amerikanische Bevölkerung, beim Pizza Begriff haben die verschiedenen Gruppen einen
gemeinsamen amerikanischen Boden und sind trotzdem noch einzeln erkennbar, bei dem Salat ist alles wild durcheinander gemischt und kann nicht mehr klar differenziert werden. Während meines Auslandsaufenthalts in Philadelphia, PA, sind mir die Begriffe jedoch in einem anderen Kontext in den Sinn gekommen. Wenig verwunderlich musste ich wieder an diese Unterrichtsstunde denken, als ich mich an dem erfreut habe was sie scheinbar bezeichnen, Essen.

Man kann eine andere Kultur über viele verschiedene Wege kennenlernen und erfahren. Sich über die Lebensmittel und landestypischen Gerichte einen Eindruck zu verschaffen, ist wohl eine der üblichen Methoden. Da ich selbst auch nicht abgeneigt bin neue kulinarische Erfahrungen zu erleben, habe ich mich bald nach meiner Ankunft auf die Entdeckungsreise begeben. Nach kurzem konnte ich feststellen, dass Philadelphia und auch die anderen Regionen der USA wesentlich mehr als nur eine kulinarische Richtung zu bieten haben. In Philly allein, begegnen dem Besucher an sehr vielen Ecken „Prezel“, nur um dann vom „Philly Cheesesteak“ oder Dumplings an der nächsten Kreuzung abgelöst zu werden.

American Pizza“ ist nicht nur ein abstrakter Begriff, sondern auch eine beliebte Mahlzeit für zwischendurch, vor allem für die amerikanischen Studenten. Dicker Boden und viel Käse sind die geheime Rezeptur. Für jeden Liebhaber der italienischen Pizza klingt das vielleicht wie ein Graus, doch ich muss gestehen „Diamond Pizza“ zwei Straßen von meinem Haus entfernt hat es mir angetan.
Hier konnte auch ich der amerikanischen Pizza nicht widerstehen. Für Abwechslung in der Kategorie „Handgemachte Spezialitäten“ empfehle ich in Philly den Gang zur Reading Terminal Market. Dort gibt es zahlreiche Marktstände mit den unterschiedlichsten Leckereien. Von hausgemachter Eiscreme über frischen Fisch und Wurst bis zu sizilianischen Cannoli mit Ricotta Creme gefüllt. Da kann man gar nicht widerstehen.

Cannoli im Reading Terminal Market - Uni Erfurt Temple Exchange

Mit diesen Gerichten stillt man aber nicht nur seinen Hunger. Zum einen begegnet man der Einwanderungsgeschichte des Landes auf wohlschmeckende Art und Weise und zum anderen trifft auf Menschen, die sich über diese Mahlzeiten mit der Geschichte ihrer eigenen Verwandten identifizieren. Man kann somit über das Essen die verschiedensten kulturellen Wurzeln einer Nation und seinen Bürger erleben.

Ich habe mich auf die Reise begeben ein neues Land kennenzulernen und habe dabei zahlreiche Leckereien entdeckt. Vielleicht kann ich Sie mit ein paar Bildern davon überzeugen es mir nachzutun.
Denn wie heißt es gleich nochmal?
Liebe geht durch den Magen.

(Cannoli im Reading Terminal Market, Philadelphia)


Cheesecake in Philadelphia - Uni Erfurt Temple Exchange

Cheesecake in Philadelphia


Taco in Orlando - Uni Erfurt Temple Exchange

Taco in Orlando

Philly Cheesesteak in Philadelphia - Uni Erfurt Temple Exchange

Philly Cheesesteak in Philadelphia


Butterbeer in den Universial Studios - Uni Erfurt Temple Exchange

Butterbeer in den Universial Studios

Gumbo in New Orleans - Uni Erfurt Temple Exchange

Gumbo in New Orleans


Key Lime Pie in Miami - Uni Erfurt Temple Exchange

Key Lime Pie in Miami

Fotos von Alina Zeller